HuG Menden – Werdegang

Im Zuge der Industrialisierung Deutschlands ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verschob sich der Schwerpunkt der Volkswirtschaft immer stärker von der Landwirtschaft zur Industrie. Hierdurch wurde eine gewaltige Abwanderung der Bevölkerung in die Städte verursacht, die den Bau von Wohnraum in bis dahin nicht gekanntem Ausmaße zur Folge hatte.

Die damit verbundene Vervielfältigung der Mietverhältnisse, wirtschaftliche Krisen und damit einhergehende Notlagen der Mieter führte zu einer zunehmenden Verunsicherung der Vermieterschaft. Neben den hohen finanziellen Belastungen durch Mietausfall gingen vor allem auch drückende Zinsen und hohe Steuern zu Lasten der privaten Haus- und Grundeigentümer.

In Reaktion darauf taten sich in Menden, wie in vielen anderen Städten auch, Haus- und Grundbesitzer zusammen, um die gemeinsamen Interessen wirksam zu vertreten und zu verteidigen. Am 22. Juli 1910 schließlich gründete sich der Grund- und Hausbesitzerverein „zur Wahrung der Interessen der Haus- und Grundbesitzer der Stadt Menden“ mit anfangs 176 Mitgliedern.

Weitere Wegmarken

  • Eintragung ins Vereinsregister als „Haus- und Grundbesitzerverein für Menden und Umgebung e.V.“ am 4. April 1922
  • Erhebliche Einschränkung der demokratischen Strukturen während der Zeiten des Nationalsozialismus
  • Beschluss einer neuen, den demokratischen Verhältnissen angepasste Satzung im Februar 1950
  • Ab 1997 mehr Öffentlichkeitsarbeit und umfangreichere Leistungen für Mitglieder, unter anderem durch regelmäßige Versammlungen nebst Kurzreferaten
  • Eröffnung eigener Geschäftsräume in der Bahnhofstraße 7 am 3. November 1999 mit regelmäßigen Sprechstunden und juristischer Fachberatung
  • 2004: Umzug der Geschäftsstelle zum Westwall 7, Erneuerung der Satzung in wesentlichen Teilen
  • Umbenennung des Vereins in „Haus und Grund Menden e.V.“ in 2005
  • 25.September 2010: Feier zum 100-jährigen Bestehen des Vereins auf der Wilhelmshöhe, Menden

vorsitzende

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